Gebäudevollbrand in Stöllnitz 

Stöllnitz, 24.01.2011

An diesem Montagabend wurden wir zur besten Abendbrotzeit, zeitgleich mit den Feuerwehren aus Krembz und Lützow, zu einem Gebäudevollbrand in die Krembzer Straße in Stöllnitz alarmiert. Zusätzlich wurde auch noch eine Person in dem Gebäude vermisst, so verlauteten zu mindestens die ersten Meldungen. Dieses Feuer war damit unser bereits zweiter Gebäudevollbrand innerhalb von drei Tagen.

Bei unserem Eintreffen am Einsatzort brannte ein Einfamilienhaus in voller Ausdehnung und die Flammen schlugen meterhoch aus Dach und Fenstern in den Abendhimmel. Schnell konnte uns glücklicherweise mitgeteilt werden, dass sich niemand mehr im Gebäude befand, denn alle Anwohner hatten das Gebäude bereits  rechtzeitig verlassen können. Wir starteten anschließend mit einem umgehenden und massiven Löschangriff vom Außenbereich aus. Ein kontrollierter Innenangriff war zu dieser Zeit wegen der starken Brandausbreitung nicht mehr möglich. In Zusammenarbeit mit den Kameraden aus Krembz wurde umgehend eine Löschwasserversorgung aus einem nah gelegenen Teich aufgebaut, um unsere Wasserleitungen zum Brandhaus mit Wasser schnell und sicher füllen zu können.

Das erste Löschen des Feuers konnte nur unter schwerem Atemschutz durchgeführt werden, da die Rauchgase zu gefährlich für alle Einsatzkräfte waren. Nachdem das Feuer soweit unter Kontrolle gebracht werden konnte, koordinierte der Wehrführer unserer Wehr mit dem Wehrführer der FFw Krembz im amtseigenen ELW die weitere Vorgehensweise. Mittels mehreren C-Leitungen, dem Einsatz von Einreißhacken, Lüfter und weiterem massiven Löscheinsatz, konnte das Feuer soweit eingedämmt werden, dass nach ca. 3 Stunden die Einsatzstelle an die Kameradinnen und Kameraden der Frei- willigen Feuerwehr Krembz übergeben werden konnte. Die Kameradinnen und Kameraden aus Lützow unterstützen uns während des gesamten Einsatzzeitraumes bei allen Arbeiten und sorgten damit wesentlich mit für den schnellen Einsatzerfolg.

Nachdem die Wasserversorgung von unserem
LF16/12  zum LF der FFw Krembz um gekuppelt wurde, konnten wir uns auf den Weg zurück nach Gadebusch machen. Die Mitglieder der Amtswehr blieben zur Brandwache bis in die Nacht vor Ort. Am Standort wieder angekommen, bestand unsere Aufgabe darin, die Fahrzeuge wieder flott zu machen. Das hieß wieder einmal die Fahrzeuge voll zu bestücken, zu betanken und zu reinigen. Dieses hat auch wieder zusätzliche Freizeit unserer Kameraden von ca. 1,5 Stunden in Gebrauch genommen. Nachdem der integrierten Leitstelle in Schwerin  wieder volle Einsatzbereitschaft gemeldet wurde, konnten sich alle Gadebuscher Feuerwehrfrauen und -männer auf den Weg nachhause machen, um wenigstens noch ein bisschen den Feierabend genießen zu können.

An dieser Stelle bedanken sich die Mitglieder der FFw Gadebusch bei den Verantwortlichen der FFw Krembz und dem Bürgermeister der Gemeinde, die allen Einsatzkräften nach Abschluss aller wichtigen Arbeiten, bei teilweise strömendem Regen, Bockwurst sowie Heiß- und Kaltgetränke zur Verfügung stellten.

Ein Gutachter der Kriminalpolizei beschlagnahmte im Anschluss das Gebäude für die weitere Brandursachenermittlung.

Fotos und Text: Ronny Plep (Webmaster & Pressebeauftragter der FFw Gadebusch)

 

 

zurück